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Netzwerktreffen SGB IX 09.03.2022

Am 09.03.2022 fand in den Räumlichkeiten der reSOURCE Dresden GmbH das 17. Netzwerktreffen SGB IX statt. Zahlreiche Mitglieder sind der Einladung gefolgt, um dem Beitrag der Referentin zu lauschen. Ich konnte Frau Simone Langhof vom Paritätischen Wohlfahrtsverband Dresden für einen Vortrag zum Teilhabestärkungsgesetz gewinnen. Zu Beginn erläuterte sie, welche gesetzlichen Entwicklungen seit der Einführung des Gesetzes in Kraft getreten sind. Anschließend folgten die konkreten Maßnahmen in Sachsen, welche bereits erfolgreich umgesetzt wurden. Mit freundlicher Genehmigung ist die Zusammenfassung des Beitrages am Ende als Download verfügbar.

Bei der anschließenden Austauschrunde mit den Mitgliedern des Netzwerkes wurde deutlich, dass es noch einiges zu tun gibt, um die gesetzlichen Möglichkeiten zur Unterstützung von Menschen mit Behinderung(en) vollends in Anspruch nehmen zu können. Ein Schwerpunkt liege auf der Verbreitung bzw. dem Zugang des Wissens über das Teilhabestärkungsgesetz. Diejenigen, die den Bedarf haben, wüssten häufig nicht, was ihnen gesetzlich zustehe. Angehörige und manche Berater*innen seien ebenfalls ratlos. Um die Umsetzung gezielter Maßnahmen zur Unterstützung, bspw. durch Assistenzhunde oder Krankenhausassistent*innen im Alltag oder Krankheitsfall sowie durch das Budget der Arbeit zur finanziellen Unterstützung im Rahmen der Erwerbsarbeit, voranzubringen, bedarf es eines regen Austausches untereinander. Sowohl zwischen Betroffenen und Angehörigen, als auch den ehren- und hauptamtlichen Helfer*innen.

Im zweiten Teil des Netzwerktreffens stellte Frau Karoline Röbisch die Arbeit in der Tumorberatungsstelle Meißen (Dresdner Straße 25) sowie Riesa (Heinrich-Heine-Straße 1) vor. Beide Beratungsstellen sind ein Bestandteil des Gesundheitsamtes Meißen. Von einer Krebserkrankung Betroffene als auch deren Angehörige können sich kostenfrei an die beiden Mitarbeiterinnen wenden. Neben der psychologischen Beratung im Umgang mit der Krankheit und ggfs. den damit verbundenen Trauerprozessen, werde auch zu sozialrechtlichen Themen, wie bspw. Schwerbehinderung, Beantragung von Zuzahlungsbefreiung, Fahrkostenübernahme oder Pflegeleistungen sowie Vorsorgevollmacht und Patientenverfügung, beraten. Auch in der Vorstellung dieser Anlaufstelle für Hilfesuchende wurde deutlich, dass viele Menschen diese Möglichkeit nicht kennen. Für Dresdner*innen gibt es ein vergleichbares Angebot (Ostra-Allee 9).

Ich danke beiden Referentinnen für die Bereitstellung der Informationen und das Aufzeigen der Bedeutsamkeit des Bekanntmachens von Hilfsangeboten sowie Unterstützungsleistungen!

Download Leitfaden Teilhabestärkungsgesetz

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