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Vom Glück und Lebenssinn – Gedanken zum Ikigai-Modell

Ein Beitrag vom 21.03.19: Maja Bartöck

Das Glück fasziniert mich und ich gehe davon aus, das diese Faszination jeden Menschen schon mal befallen hat. Wer will denn kein glückliches und erfülltes Leben führen?
Auf der Suche nach meinem persönlichen Gefühl von Glück, habe ich mir auffallend immer ähnliche Fragen gestellt. Was brauche ich, um mich glücklich zu fühlen bzw. glücklich sein zu können? Sind es die materiellen Dinge, wie neue Turnschuhe, ein leckeres Essen, ein funktionierendes Auto, ein Buch kaufen…? Oder sind es die immateriellen Bedürfnisse, wie jemanden zum Lachen bringen, Zuneigung und Anerkennung geben und erhalten, gehört werden, um Rat gefragt werden, Ruhe…? Oft beantworte ich mir selbst diese Fragen im Kopf mit „Na klar! Irgendwie ist mir alles wichtig!“. Richtig gelesen – IRGENDWIE. Tja und weiß ich jetzt dadurch mehr? So einfach ist es mit dem Glücksgefühl eben nicht. Ich glaube jedenfalls erkannt zu haben, dass es in mir ein gutes Gefühl auslöst, zu wissen, warum ich eigentlich jeden Tag aufstehe. Mein Handeln und die Ergebnisse müssen für mich einen Sinn ergeben. Dies könnte nun bedeuten, dass der eigene Sinn des Lebens eine große Glücksquelle darstellt. Da bin ich nun auch schon bei der nächsten Frage: Was ist denn nun der Sinn des Lebens, der mir vielleicht zum Glück verhilft?

Durch Zufall bin ich beim Stöbern in der Bibliothek auf verschiedene Bücher und Zeitschriftenartikel auf den japanischen Begriff „Ikigai“ gestoßen, den man grob mit »das Glück, immer beschäftigt zu sein« übersetzen könnte.1 Nimmt man die japanischen Schriftzeichen für Ikigai (生き甲斐) auseinander, bedeutet der erste Teil 生き „Leben“ und der zweite Teil 甲斐 „sich lohnen“.2 Zusammenfassend habe ich Ikigai für mich nun so übersetzt, dass ich für ein erfülltes und lohnenswertes Leben, einen Sinn benötige. Um die Sinnhaftigkeit für sich zu finden, wurde ein Modell3 entworfen, welches folgende Fragen stellt: Worin sind Sie gut? Was lieben Sie? Was braucht die Welt von Ihnen? Wofür kann man Sie bezahlen?
Die Antworten auf diese 4 Fragen, können sich überlappen bzw. überschneiden oder ganz anders sein. Was sind die gemeinsamen Nenner? Was sagen die einzelnen Überschneidungen nun aus? Welche Antworten stellen sich als „die wichtigsten“ heraus? Wo kann ich diese Antworten denn nun umsetzten, um ein glückliches und erfülltes Leben führen zu können? Dieses Modell könnte ein „Stupser“ sein, um das, was man kann, will und als wichtig empfindet zu verbildlichen. Probieren!

Quellen:
1 Francesc Miralles, Héctor García (Kirai), Ikigai - Gesund und glücklich hundert
werden. Ullstein Buchverlage GmbH, Berlin 2016, S. 12
2 Francesc Miralles, Héctor García (Kirai), Berlin 2016, S. 22
3 Francesc Miralles, Héctor García (Kirai), Berlin 2016, S. 19

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Maja Bartöck