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Servant Leadership (Dienende Leiterschaft)

Ein Beitrag vom 25.08.2015: Matthias Mack

Es gibt viele Arten Menschen zu führen. Unzählige Modelle wollen uns helfen, aus den Menschen die optimalen Ergebnisse herauszuholen. Da spielt es meist keine Rolle, ob der Mensch im Mittelpunkt steht oder die Sache. Am Ende soll sich der Erfolg an Zahlen ablesen lassen oder/und das Ansehen der Führungskraft bzw. des Unternehmens steigern.

Der Managementforscher Robert K. Greenleaf (1904-1990) geht genauso wie die anderen Theorien davon aus, dass sein Ansatz zum wirtschaftlichen Erfolg führt. Diverse Inhalte seines Buches „The Servant as Leader“ erinnern auch an andere Führungsphilosophien. Trotzdem ist sein Ansatz ganz anders, da er gerade keine Methode sein soll. Er vermittelt also auch keine Techniken, die wir lernen und einüben, um dann den Erfolg abzurechnen. Keine Methode bedeutet auch keine Techniken.

Die Inspiration zu Servant Leadership (Dienende Leiterschaft) bekam Greenleaf beim Lesen der Morgenlandfahrt von Hermann Hesse. Das Verschwinden des unscheinbaren Dieners Leo, führte zum baldigen Ende der ganzen Unternehmung. Der Diener, der als (unerkannter) Leiter für den Zusammenhalt und somit für das Gelingen der Reise sorgte. Als nur noch die vermeintlich Starken da waren und nicht mehr der Diener, gab es keinen Erfolg mehr. Die Sicherheit und die Einigkeit der Gemeinschaft waren verloren. Greenleaf und Hesse kamen aus frommen Elternhäusern und ihnen war sicher die Geschichte von Jesus aus Nazareth bekannt. Er wusch als der Meister, wie ein Diener, die Füße seiner Jünger und nach seinem Tod am Kreuz, brach sein Unternehmen kurzzeitig zusammen.

Dienende Leiterschaft ist als erstes eine Lebenseinstellung. Dienende Leiterschaft will wie eine Vision gelebt und nicht wie eine Methode praktiziert werden. Den Menschen dienen bedeutet in erster Linie den Menschen zu lieben. Ich werde als Leiter ganz anders von den Menschen reden und mich für die Menschen interessieren, wenn ich sie liebe, als wenn ich sie nur als Mittel zum Erfolg betrachte. Die von mir Geführten, werden es auch erleben, dass ich wirklich Interesse an ihnen habe und nicht nur einmal eine neue Methode austeste. Diese Herzenshaltung zu den Mitarbeitern wird für den Mitarbeiter erlebbar und zahlt sich am Ende für das gesamte Unternehmen aus.

Aber Vorsicht – es ist keine Methode, sondern eine Herzenseinstellung und keiner behauptet, dass sie leicht zu lernen ist.

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Matthias Mack