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Gemeinsam schwungvoll in den Tag starten – nur wie?

Ein Beitrag vom 20.03.2018: Dajana Knick

„Sie mag Musik nur, wenn sie laut ist“ (Herbert Grönemeyer) – zugegeben laut war sie nicht, aber sie war da, jeden Tag, am Morgen.

Für unsere Teilnehmenden im Projekt reSTART beginnt der Tag jeden Morgen um 8 Uhr mit einer Morgenrunde. Dort versammeln sich diejenigen, die auf dem Weg sind sich beruflich zu verändern, neu zu orientieren oder Unterstützung bei der passgenauen Arbeitssuche wünschen. Die Morgenrunde bietet von Montag bis Freitag Platz für Neuigkeiten, Änderungen, Wissenswertes, Absprachen und vieles mehr. Sie ist für unser Projekt der Start in den Tag. Und der soll möglichst gut sein. Deshalb ist es unser Wunsch, dass die Morgenrunde bunt, laut, informativ und lebendig ist. Damit sie das ist – und bleibt – bemühen wir uns um eine ansprechende Gestaltung und ermuntern auch die Teilnehmenden, etwas Selbstgewähltes als morgendlichen Starter einzubringen. So überlegen wir täglich etwas einfließen zu lassen, was am besten die Konzentration steigert, die Laune hebt, aktiviert, motiviert, uns gemeinsam lächeln lässt und obendrauf noch etwas ist, was jeden der Teilnehmenden anspricht und interessiert. Dabei überlegen wir uns beispielsweise Teamaufgaben, wie das Bauen eines Kartenhauses, Entspannungsübungen, Gedächtnistrainings, Kurzgeschichten oder aktuelle Nahrichten aus der Welt. Was könnte also diesmal die Morgenrunde bereichern? Vielleicht Musik?

„Es gibt wohl nur wenige Dinge, die uns auf so einfache Weise mit Glück erfüllen können, die derart präsent sind und einen so großen Einfluss auf unser Leben haben wie Musik. In Filmen lässt oft erst eine gefühlvolle Melodie die Zuschauer in eine Liebesszene eintauchen, treibt ein schneller Beat den Puls bei einer Verfolgungsjagd in die Höhe. Beim Kochen schnippen wir im Takt zu Popsongs aus dem Radio. […] Wer joggt, lässt sich von seinen Lieblingsstücken antreiben. Eine lange Autofahrt wird mit den richtigen Songs erträglich, ein schlechter Tag zu einem guten.“ Herden, 2017*  

So startete das Projekt „Musik am Morgen“. Einzige Bedingung: es wird nur dann leben, wenn die Teilnehmenden sich durch Musikvorschläge beteiligen. Es ist kein Muss. Das Lied soll uns gut in den Tag bringen und keiner soll darüber urteilen. Es kann kommentarlos abgespielt werden, es kann anonym bleiben. Kurzum: es kann jeder so handhaben, wie es für sie oder ihn passt. Und es funktionierte. Es legte eine Mitarbeiterin vor, dann zogen die Teilnehmenden nach. Tag für Tag, ohne Erinnerung, ohne Bitte um Nachschub. Im Gegenteil: wir verlängerten unsere Projektwoche auf zwei. Es scheint, als würde dieses simple Angebot, seine eigene Musik abzuspielen die Teilnehmenden anspornen aktiv zu werden, sich einzubringen und ein Lächeln am Morgen zu erzeugen. Dabei war es spannend, welche unterschiedlichen Musikstücke und Geschmäcker sich zeigten und wie durch Musik die Stimmung der alltäglichen Morgenrunde variiert.

Wir blickten in träumende, schmunzelnde, nachdenkliche aber vor allem aktive Gesichter und staunten, dass auf so einfache Weise Schwung und Aktivität die morgendliche Müdigkeit schwinden lassen kann.

Also warum nicht, bei einem Motivationstief, bei Müdigkeit oder gedrückter Stimmung auf die kleine Wunderwaffe der Musik zurückgreifen und für einen kurzen Moment darin abtauchen – und mit einem Lächeln wieder auf. Los geht’s!

 

*Quellen:

B. Herden: Die Macht der Musik (2017), in: Zeit Online, URL: http://www.zeit.de/zeit-wissen/2012/01/Psychologie-Musik (Stand: 20.03.2018).

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Dajana Knick